Bilder malen Bilder

Bilder malen Bilder ist ein Appell an jede*n einzelne*n die eigene Wahrnehmung und Perspektiven stetig zu hinterfragen und offen zu sein für neue Blickwinkel. Sprache formt die Gesellschaft und die herrschenden Denkweisen. Mit abstrus anmutenden Wortkombinationen trägt Bilder malen Bilder dazu bei, Gesellschaft aus ihrer Starrheit zu befreien, um diese mitzugestalten.

Im Lesachtal etabliert sich eine neue Glaubensrichtung, die die gängigen Sprachmuster ablehnt und aus Protest bekannte Sprachbilder in einen neuen Kontext setzt. So wird zum Beispiel „das drohende Aussterben“ plötzlich zum „fröhlichen Aussterben“. Mit Hilfe diesem neuen zukunftsorientierten Glauben wandelt sich das Lebensgefühl zu einem Selbstbewussten und positiven Bild im Kopf und setzt sich schlussendlich in ganz Österreich durch. Gängige Klischees und Vorurteile werden positiv assoziiert und somit ihrer ursprünglichen Bedeutung beraubt.

Das Lesachtal setzt mit seiner zukunftsträchtigen Glaubensrichtung einen Gesellschaftswandel in Gang, welcher sich nach und nach über ganz Europa und schlussendlich über der ganzen Welt ausbreitet.

Wer wir sind

Wir sind eine kleine Gemeinschaft im Lesachtal in Kärnten. Unser Tal ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt, weil wir einen neuen Glauben etablieren. Wir glauben nicht an einen Gott, sondern wir glauben an die Macht der Bilder im Kopf.

Wir malen neue Bilder, weil zu viele falsche Bilder fragend Antworten suchen. 

Alles begann im Jahr 2019: Das Lesachtal ist aufgrund seiner geografischen Gegebenheiten schwierig zu erreichen und dementsprechend unbekannt im nationalen Kontext. Wir Lesachtaler*innen hören oft, dass unser schönes Tal schrumpft. Wissenschaftlich ist nicht belegt, dass unsere geografische Ausdehnung kleiner wird. Alle sprechen vom drohenden Ortssterben. Die Kinder fragen: „Wie stirbt ein Ort drohend?“ Es werden angeblich keine Kinder geboren und doch tönt Kinderlachen durch den Ort.

Unser Glaube basiert auf folgenden 7 Grundsätzen:

  1. Wir glauben an die Macht der Bilder im Kopf.
  2. Wir glauben nicht, dass Bilder unverrückbare Steine für die Ewigkeit sind.
  3. Wir überzeugen andere Täler und Dörfer von unserem Glauben, weil sich nur dann ein gesellschaftlicher Wandel vollzieht.
  4. Wir malen Bilder solange neu, bis auch die entlegensten Dörfer neue Bilder malen.
  5. Wir üben gemeinsam die Technik des Bilder-Malens.
  6. Wir können nur glauben, wenn Malen unser Alltag ist.
  7. Jede Person ist Mentor*in, solange sie nie zu malen aufhört. 

Tauchen wir in die Welt der Bilder ein und malen gemeinsam Zukunft:

Die Tage im Tal sind aufregend eintönig, nur montags ist viel los. Die jungen Alten treffen sich auf der Straße. Die Omas haben ihren wöchentlichen Termin an der Bushaltestelle. Am heutigen Montag üben sie das Rauchen. Die jungen Alten helfen den alten Alten. Sie wundern sich mal wieder über ihre potenziellen Paarungspartner, die ihre Männlichkeit mit aufgemotzten Scheibtruhen demonstrieren.

Die Jungmütter des Tales beleben frühabends den Stammtisch des Dorfwirtshaus und wissen ihre Großkinder beschäftigt. Die Jugendlichen sitzen am liebsten in kleinen Gruppen auf einer Bank und beobachten Vorbeikommende. Sie sind die Überwachungskamera des Tales. Sie empfangen alle tollen neuen Menschen herzlich verschlossen und verbreiten positive Gerüchte weiter. Hoch lebe die Kommunikationshochburg Dorf, welche mit spärlich guten Handyempfang einwandfrei ihre Dienste leistet!

Die Vertreter*innen unseres Glaubens zweifeln enthusiastisch: „Darf ich jedes Bild neu malen? Gibt es geschlossene Grenzen oder sind die Möglichkeiten grenzenlos offen? Kommt der Wandel schleichend schnell oder doch nur schnell schleichend?


Bis wir alle unsere Fragen gewagt sicher beantworten, malen wir neue Bilder, weil zu viele falsche Bilder fragend Antworten suchen.