EPISODE 2 Aus der Sicht einer Kuh

Was passiert, wenn man die „Slow Food Travel Alpe Adria Kärnten“ – Marke aus dem Lesachtals herausträgt und deren Produkte exportiert? Kann dadurch die Bekanntheit des Tales steigen und somit positive Effekte auslösen? Dieser Gedanken wurde jeweils aus der Sicht eines Brotes, einer Kuh und einem Korb in drei Episoden verarbeitet.

EPISODE 2

Frieda lebt schon sehr lange im Lesachtal. Seit ihrer Geburt genau genommen schon. Und in all dieser Zeit hat sie noch nichts Vergleichbares erlebt oder gesehen wie in den vergangenen 4 Jahren.

Aus ihrer Sicht begann alles damit, dass die Lesachtaler auf ihrer heiß geliebten Wiese Veranstaltungen gemacht haben, welche sie „Slow-Food-Festivals“ genannt haben. Bei diesen großen Festen, wo eine große Anzahl Menschen von aller Welt und unterschiedlichster Herkunft fröhlich miteinander sangen und tanzten, erreichten die angenehmsten Gerüche Friedas Nase. Als sie dann damals näher an die Musik und Lichter heranstapfte, sah sie eine große Vielfalt an köstlichsten „Slow-Food“-Produkten wie der besonderen Lesachtaler Kräutersuppe, bei der ihr das Wasser im Mund zusammen floß. Eine befreundete Kuh, die Lisie, welche schon länger dem bunten Treiben zugeschaut hatte, erzählte ihr dann noch Erstaunlicheres. Anscheinend wurde zu Beginn des Festes verkündet, dass durch die Vermarktung des „Lesachtaler-Slow-Foods“ das Image und die Bekanntheit des ganzen Lesachtals stark angestiegen und nun in aller Munde ist. Dadurch ergaben sich erstaunlich viele positive Effekte wie beispielsweise die Errichtung einer Ganztageskindergartenstätte oder die neue Erweiterung und Renovierung der Volksschule, welche nach dem Zuzug vieler Familien mit Kindern, dringend notwendig geworden war. Auf Friedas Frage hin warum so viele Familien ins Lesachtal zugezogen sind, antwortete Lisie ihr das die Einwohner des Lesachtals durch einen neu gegründeten Verein, welcher sich mit Problemen der Region auseinandersetzt, begonnen hatten gemeinsam Grundstücke zu kaufen um sie ZuzüglerInnen vergünstigt anbieten zu können, und so jenen die Ansiedelung zu Erleichtern. Das fand Frieda äußerst interessant und vernünftig und hatte Einsicht, dass die Menschen ihre Wiese in Beschlag genommen hatten. War es doch zum Wohle des gesamten Lesachtals, Energie, Zeit und Raum zu bündeln und in die Vermarktung des „Slow-Foods“ zu stecken.

Nun all dies passierte vor genau 4 Jahren. Bis heute hat sich das Tal prächtig weiterentwickelt. Es entstanden neue Gastronomie Betriebe, welche sich auf „Slow-Food“ spezialisiert haben, es wurden „Slow-Food“-Wanderungen eingeführt, bei denen sich Frieda sogar beteiligt und sich wie ein Star fühlt, wenn die Gäste sie fotografieren und im Social Media und Internet ihre Fotos teilen. Und am allermeisten freut es Frieda, das wieder Kinder auf den Wiesen spielen und dem Tal Leben und Freude einhauchen.

ENDE

Austragung des 1. Lesachtaler Slow-Food-Festivals

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